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Abstract
Ueber das Schicksal von fraktierten Zahnen haben mehrere Autoren von klinischen, pathohistologischen und biologischen Gesichtspunkten aus Untersu-chungen angestellt und verschiedene interessante Befunde veroffentlicht. Die Moglichkeit der Verwachsung durch die Neubildung von sekundaren Dentin, Reparationszement oder Knochengewebe zwischen den Bruchflachen nach Zahn-frakturen, bei denen die Bruchflache sich ganz innerhalb des Epithelansatzes befindet, wurde schon von mehreren Forschern berichtet. Aber naturlich hangt diese Moglichkeit von mehreren Faktoren ab. Vor allem spielt die Infektion und der Fixationszustand nach der Fraktur, Alter und Ernahrung des betreffenden Patienten eine grosse Rolle. Wir haben einen Fall von Wurzelfraktur an einem 〓 bei einem wohlgenahrten 19-jahrigen Schuler untersucht. Der Patient hat sowohl die Ursache der Fraktur, (ausser einigen Stossen durch Tennisballe ca. 6 Monate vor der Behandlung) wie auch die subjektiven und objektiven Symptome der Komplikationen seit der Fraktur nicht genau gekannt. Nur wegen der Lockerung des Zahnes hat er uns besucht. Nach den klinischen und rontgenologischen Untersuchungen haben wir die Wurzelfraktur leicht festgestellt. Der Zahn wurde, mit der Einwilligung des Patientes, vorsichtig mit der Wurzel zusammen extrabiert und histologisch unter-sucht. Ueber die Befunde dieses Falles stellen wir wie folgendes fest : 1. Der Patient hat die Ursache der Zahnfraktur nicht genau bemerkt. Seit der Fraktur ist der Fall ohne sowohl subjektive als auch objektive Symptome von Komplikationen verlaufen. 2. Der Zahn ist in seiner Alveole vollstandig fraktiert. (Wurzelfraktur). Das Kronenpulpagewebe ist hyalin degeneriert. Die Kanalpulpa ist mit starker Vakuolenbildung der Odontoblastenzellen an der ganzen Kanalwand atrophiert, doch noch lebend, indem sie mit dem durch die Fraktionsspalte von aussen in den Kanal hineingewachsenen Bindegewebe organisch verbunden ist. 3. An den beiden Kanaleingangen der Kronen-, und Wurzelbruchflachen ist ein Knochengewebe beiderseitig neu gebildet und mit dem Dentin an der Kanal-wand stellenweise verwachsen. Dieses neue Knochengewebe scheint durch das durch die Spalte von aussen in die Pulpahohle hineingewachsene Bindegewebe gebildet worden zu sein. 4. Der Wurzelkanal ist durch die Bildung des sekundaren Dentins stark ver-engert und nur in der Mitte derselben bleibt noch das atrophierte Pulpagewebe. 5. Das Zementgewebe und Periodontium an der ganzen Wurzeloberflache ist nicht merklich verandert. Nach den oben bezeichneten Befunden konnen wir sagen, wenn dieser Zahn kurz nach der Fraktur gut fixiert worden ware, ware er durch die knocherne Verwachsung eingeheilt. Gleichzeitig wollen wir mit diesem Fall in unserer Praxis darauf aufmerksam machen, dass der Zahn ohne bemerkenswerte Symptome von Komplikationen nach der Fraktur bestehen kann und dadurch kann die rechtzeitige Behandlung verpasst werden.
Journal
- The Journal of the Kyushu Dental Society [List of Volumes]
-
The Journal of the Kyushu Dental Society 1, 31-40, 1933-03-25 [Table of Contents]
Kyushu Dental Society
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