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Abstract
Krystallisiert man das Matrin (Alkaloid aus Sophora flavescens) aus Petrolaether um, so erhalt man vier Formen mit verschiedenen Physikalischen Eigenschaften : 1) α-Form, Nadeln oder platte Prismen vom Smp. 76° (monoklin). 2) β-Form, Rhombische Prismen (a : b : c=0.7823 : 1 : 0.4265) vom Smp. 87°. 3) γ-Form, flussig, Sdp_<6 mm> 223°, d^<85>_4 1.088,n^<86.4>_D 1.52825. 4) δ-Form, Prismen (Smp. 84°) anscheinend rhombisch. Aus einer Petrolaetherlosung von β-Form scheidet sich bei 22-24° die α-Form, wahrend sich aus einer Losung von α-Form bei 10° die β-Form ausscheidet. Das Matrin dreht das polarisirte Natriumlicht nach rechts und zwar [α]^<10>_D+39.11° (5.627% wasserig). Die Matrinsaure dreht ebenfalls nach rechts, [α]^<10>_D+19.87°. Hieraus lasst sich das Verhaltniss der Molekulardrehungsvermogens von Matrin zu dem der Matrinsaure wie 1.8821 : 1 berechnen. Durch die Untersuchungen namentlich von Kondo und Mitarbeitern wurde festgestellt, dass das Matrin C_<15>H_<24>N_2O ein gesattigtes, bitertiares Amin mit einem Laktamring ist. Durch Spaltung des letzteren bildet sich die Matrinsaure, die leicht wieder in Matrin zuruckwandelt. Wahrscheinlich ist die Konstitution von Matrin entweder eine tetracyclische Verbindung, welche durch Bindung von zwei N-haltigen bicyclischen Kernen entsteh, oder dieselbe, bei der die beiden tertiargebundenen N-Atomen sich in einem und demselben Kerne befinden : z.B. [chemical formula]
Journal
- YAKUGAKU ZASSHI [List of Volumes]
-
YAKUGAKU ZASSHI (522), 712-726, 1925-08-26 [Table of Contents]
The Pharmaceutical Society of Japan