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Abstract
Nach den Versuchen des Verfassers reagiren die meisten Polyoxy-anthrachinone, wie bei anderen Phenolen, in alkalischer Acetonlosung mit Acetobromglucose unter Bildung von Tetraacetylglucoside, noch besser aber in Chinolinlosung unter Zusatz von trocknem Silberoxyd. Tetraacetylalizaringlucosid. 12g reines trocknes Alizarin werden in 100g Chinolin gelost, mit 40g Acetobromglucose und 25g frisch dargestelltes, trocknes Silberoxyd versetzt, wobei sich die Reaktion unter Selbsterwarmung vorgeht. Nachher wird das Gemisch noch zwei Stunden auf dem Wasserbade erwarmt. Dann wird das Produkt in viel CHCl_3 gelost, mit verd. H_2SO_4 wiederholt geschuttelt und verdampft. Der Ruckstand wird nun aus essigsaure haltigem, absolutem Alkohol umkrystallisirt. Orangegelbe Nadeln (Smp. 205-206°), loslich in Aceton, CHCl_3 u. Eisessig, schwerloslich in Benzol u. abs. Alkohol, loslich in conc. H_2SO_4 mit roter, in verd. KOH mit rosarother Farbe. [table] Alizaringlucosid. Wird gebildet durch 12 stundigem Stehen in 2N-KOH bei Zimmertemperatur, gelbe Nadeln (aus essigsaurehaltigem Alkohol) vom Smp. 230-231°.[table] In gleicher Weise wurden folgende Glucoside erhalten : -Tetraacetylpurpuringlucosid. Aus Purpurin (Smp. 256°) u. Acetobromglucose, zinnoberrote Nadeln vom Smp. 203-204°. [table] Wegen Mangel an Material wurde die Verseifung nicht ausgefuhrt. Tetraacetylchrysophansaureglucosid. Aus Chrysophansaure vom Smp. 191° u. Acetobromglucose, gelbe Nadeln vom Smp. 213°. [table] Chrysophansaureglucosid. Gelbe Nadeln, Smp. 245°(langsam erhitzt), 256°(rasch erhitzt). [table] Es ist schwerloslich in Aether, CHCl_3,Eisessig u. Alkohol, lasst sich am besten aus Aceton umkrystallisiren. In Ammoniak lost es sich nicht, rotet aber die Flussigkeit, in Natronlauge mit rotbrauner Farbe loslich. Wahrscheinlich ist es mit Chrysophanein von Gilson (Arch. intern. de pharmacodyn. et de Therap. 14,487 [1905]) identisch. Tetraacetylchrysazinglucosid. Aus kauflichem Chrysazin vom Smp. 191° u. Acetobromglucose, gelbe Nadeln vom Smp. 214.5°, leicht loslich in CHCl_3,schwerlosl. in Aether u.Alkohol. [table] Chrysazinglucosid. Gelbe Nadeln vom Smp. 237° (langsam erhitzt), 248°(rasch erhitzt). [table] Tetraacetylemodinglucosid. Aus Frangula-Emodin vom Smp. 256° u. Acetbromglucose, in CHCl_3 leichtlosliche, gelatinose Masse. Emodinglucosid. Aus obigen Produkt durch Verseifen gebildet, gelbe Nadeln vom Smp. 239°, leicht loslich in Aether u. heissem Alkohol, schwerloslich in CHCl_3,lost sich in conc. H_2SO_4 mit roter Farbe. [table] Bei Alizarin-, Purpurin- u. Emodinglucoside nimmt der Verfasser an, dass der Zucker dem β-Hydroxyle anhaftet, weil die β-Aethylaether dieser Anthrachinone mit Acetobromglucose keine Acetylglucoside geben, ebenso wenig sie Bleilacke liefern. Bei Chrysophansaure-glucosid wurde die Stellung des Zuckers noch nicht festgestellt. Wie es Roemer (Ber. 14,1260) gezeigt hatte, ist der Alizarindimethylaether durch direkte Methyliren nicht darstellbar, wohl aber durch Oxydation von Dimethylanthrarobin. Nun liess der Verfasser auf dem Anthrarobin Acetobromglucose einwirker, konnte aber die Bildung von Diglucoside nicht constatiren.
Journal
- YAKUGAKU ZASSHI [List of Volumes]
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YAKUGAKU ZASSHI (525), 969-986, 1925-11 [Table of Contents]
The Pharmaceutical Society of Japan