食糧蜂起と革命 : 一九世紀前半のベルリン  [in Japanese] Die Subsistenzproteste und die Revolution : Berlin in der ersten Halfte des 19. Jahrhunderts  [in Japanese]

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Der Autor versucht, die vor und wahrend der Revolution 1848 in Berlin stattgefundenen zwei Subsistenzproteste zu untersuchen und damit einen Aspekt der Veranderungen des Verhaltnisses zwischen dem Staat und den Unterschichten in diesem Zeitraum zu analysieren. Vom Mittelalter bis zum ausgehenden 18. Jahrhundert hatte die obrigkeit den Markt reguliert -z.B. den Zwischenhandel strikt eingeschrankt und bestimmte Brotpreise festgesetzt-, um die Konsumen ten vor Teuerungen zu bewahren. Durch die >preuBischen Reformen< am Anfang des 19. Jahrhunderts, die die >Gewerbefreiheit< einfuhrten, wurden diese Marktregulierungen abgeschafft, und das Marktgeschehen wurde damit dem Gesetz der Marktwirtschaft uberlassen. Dies hieB, daB das gegenseitige und reziproke VerhaltniB zwischen dem Staat und den Unterschichten im Sinne von Schutz und Gehorsamkeit abgebaut wurde. In dieser Situation, als im April 1847 die Lebensmittelpreise stiegen, fand eine Revolte, die >Kartoffel-Revolution<. Die Volksmassen griffen Backer und Hoker an, die am Wochenmarkt Kartoffel verkauften. Die Handlungsweise der Volksmassen zeigt deren eigene Vorstellungen und Logik. Danach habe die Obrigkeit dafur Sorge zu tragen, daB Nahrungsmittel zum angemessenen Preis angeboten werden, und wenn die Obrigkeit versage, mussen das Volk zur Selbsthilfe greifen. Sie forderten die Wiederherstellung der traditionellen Norm. Der preuBische Staat konnte keine konsistenten MaBnahmen ergreifen, und auch die Polizei und das Militar konnten die Revolte nicht effektiv durch physische Gewalt niederschlagen. Die Stadtbehorden, die das Berliner Burgertum vertraten, kritisierten diese staatlichen MaBnahmen und versuchten, alternative MaBnahmen und eine neue Sicherheitsorganisation zu schaffen. Auf diese Weise verlor der Staat einen Teil seiner Regierungsfahigkeit, und im nachsten Jahr, 1848, begann die Revolution. Im April 1848 fand wieder ein Brotkrawall statt. Die Volksmassen forderten die offentliche Festsetzung eines bestimmten Brotpreises (Brodtaxe) und zwangen die Backer, Brot zum angemessenen Preis zu verkaufen. Die Mehrheit der Demokraten, die ein Bundnis mit den Unterschichten suchten, lehnten aber ihre Forderung ab, denn sie hielten sich an der >Gewerbefreiheit<, wie die anderen Burger. Die Stadt- und Polizeibehorden arbeiteten eng zusammen, um eine vollkommene Liberalisierung der Brotpreisregelung einzufuhren. Sie unterdruckten daher die Unterschichtenproteste. Andererseits versuchte die neue, von den >Elite<-Handwerksgesellen organisierte >Arbeiterverbruderung<, durch >Assoziation<, d.h. Genossenschaft, die Subsistenzprobleme zu losen, und vermied eine direkte Aktion. Sie begann, die Form der Volksbewegung zu verandern. Die neue Polizei unter der Leitung von Hinckeldey nach der Revolution unterschied sich wesentlich von der Polizei im Vormarz. Sie zeigte den Einwohnern, daB sich die Obrigkeit wegen der Teuerung sorgte, und versuchte damit, der Bevolkerung die Obrigkeit als einen Schutz erscheinen zu lassen. Andererseits baute sie eine effektive Sicherheitsorganisation, die >Schutzmannschaft<, auf. Die Moglichkeit der Subsistenzproteste ging verloren. Die Revolution von 1848 war also ein Wendepunkt, wo eine neue Art von Herrschaft geschaffen wurde.

Journal

  • SHIGAKU ZASSHI

    SHIGAKU ZASSHI 103(4), 481-515,645-64, 1994

    The Historical Society of Japan

Codes

  • NII Article ID (NAID)
    110002367120
  • NII NACSIS-CAT ID (NCID)
    AN0010024X
  • Text Lang
    JPN
  • ISSN
    0018-2478
  • NDL Article ID
    3560240
  • NDL Source Classification
    G61(ヨーロッパ史)
  • NDL Source Classification
    ZG1(歴史・地理)
  • NDL Call No.
    Z8-321
  • Data Source
    NDL  NII-ELS  J-STAGE 
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