アンタイオス・ゲーテとメタモルフォーゼする「風景」--W. ブッシュの『イタリア紀行』論をめぐって  [in Japanese] Goethe als Antaus and die Metamorphose der Landschaften : in Bezug auf Werner Buschs Aufsatz uber Goethes Italienische Reise  [in Japanese]

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Der Kunsthistoriker Werner Busch hat in seinem Aufsatz uber Goethes Italienische Reise (Die "grosse, simple Linie" und die "allgemeine Harmonie" der Farben. Zum Konflikt zwischen Goethes Kunstbegriff, seiner Naturerfahrung und seiner kiinstlerischen Praxis auf der italienischen Reise, 1988) auf eine tiefgreifende kritische Diskrepanz hingewiesen, die Goethes italienische Autonomie-Asthetik von vornherein in sich trug: namlich, einerseits war Goethe damals in Begriff, aufgrund seiner wissenschaftlichen Naturforschung eine neue Wahrnehmungsasthetik zu konstituieren, aber andererseits bestand er in seiner Praxis der Zeichnung auf die traditionelle akademische Theorie der Landschaftsmalerei. Nach Busch konnen wir in Goethes Italienische Reise uberall die deutlichen Spuren seines inneren Konflikts und dessen tragische Folgen finden. Dieser herausfordernde Hinweis Buschs auf eine ernste Problematik des Goetheschen Klassizitatsbegriffs scheint uns viele wichtige Forschungsimpulse zu geben. In der vorliegenden Arbeit versuche ich seine Behauptung in den folgenden Punkten zu uberprtifen; 1) Ob Busch nicht Goethes Klassik mit dem euopaischen Klassizismus gleichsetzt, indem er Goethes Klassizitat allzu eng auf den Bereich der bildenden Kunst begrenzt? 2) Ob er nicht die zentrale Funktion der Sprache au(3er Acht asst, die alle Tatigkeiten Goethes als Dichter, Zeichner und Naturforscher durchsetzt? 3) Ob er den "chimarischen" Chrakter von Goethes Italienische Reise als Autobiographie, mit der dieser sich vierzig Jahre lang befasst hat, beriicksichtigt? Zweifellos ist Goethes Selbstbildnis darin das vom alten Dichter selbst stilisierte. Daraus resultiert, dass Goethes scheinbar widerspruchliche Beschreibungen der italienischen Landschaften keine innere Diskrepanz zeigen, sondern vielmehr kann man dort verschiedene Phasen seiner Entwicklung finden. Die Grundhaltung des durch Italien reisenden Goethes verstehe ich als die Naturnahe eines Antaus (Halbgott der griechischen Mythologie), der immer aus der Beruhrung mit der Erde seine Lebenskraft schopft. In diesem Sinne waren fur Goethe italienische Landschaften keine blosse Gegenstande, sondern gleich mit ihm pulsierende sich metamorphosierende Landschaften.

Journal

  • Memoirs of the Graduate School of Letters, Osaka University

    Memoirs of the Graduate School of Letters, Osaka University 43, 73-91, 2003-03

    Graduate School of Letters, Osaka University

Codes

  • NII Article ID (NAID)
    110004613844
  • NII NACSIS-CAT ID (NCID)
    AA11430583
  • Text Lang
    JPN
  • Article Type
    departmental bulletin paper
  • ISSN
    13453548
  • NDL Article ID
    7013977
  • NDL Source Classification
    ZV1(一般学術誌--一般学術誌・大学紀要)
  • NDL Call No.
    Z22-276
  • Data Source
    NDL  NII-ELS  IR 
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